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Eva Pilot
 
Liebe Museums-Besucher,

herzlich willkommen im ersten und bislang einzigen Online-Museum Leipzigs! Hier erhalten Sie ebenso unterhaltsame wie informative Einblicke in die jüngere Geschichte Leipzigs. Denn die Exponate dieses Museums kommen von Ihnen, liebe Leipziger. Sie spiegeln unterschiedliche Bereiche des Alltagslebens wider und zeigen aus ganz individuellen Perspektiven die Entwicklungsgeschichte Ihrer Stadt seit 1900. So erhalten Sie auch Antworten auf die Frage: Was verbinden die Menschen mit ihrer Heimat?

Dieses Online-Museum ist kein fertiges Projekt, sondern eine lebende Institution, die täglich wachsen soll. Doch das kann nur gelingen, wenn Sie tatkräftig mithelfen. Ihre Bilder, Filme, Texte und Tondateien sind die Schätze, die den Besuchern dieses Museums neue Blickwinkel auf die Messestadt nahe bringen. Aus Ihren Erinnerungen entsteht ein einmaliges Panorama dieser tollen Stadt.

Daher meine Bitte:
Wenn Sie Bilder, Filme oder Tondateien über das Leipziger Alltagsleben besitzen, dann leihen Sie uns diese Dokumente bitte für einige Wochen. Machen Sie mit und werden Sie Museumsstifter!


Ich wünsche Ihnen viel Freude beim virtuellen Rundgang durch "Heimat Leipzig", dem Museum von Leipzigern für Leipziger.


Eva Pilot,
Pilot:Projekt GmbH

 
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Die Stromversorgung in Leipzig

Wer davor elektrische Glühlampen nutzen wollte, musste seinen Strom selbst erzeugen, mit Wind-, Wasser, Dampf- oder Gasmotoren. Ein Luxus, der sich nur selten rentierte. In Leipzig war die Königlich-Sächsische Hofbuchbinderei Fritzsche 1879 das erste Unternehmen, das seine Werksräume elektrisch beleuchtete: um die Qualität der Druckerzeugnisse zu verbessern.

Auch nach der Errichtung des öffentlichen Elektrizitätsnetzes bleibt elektrischer Strom noch immer ein Luxusgut. Aber immer mehr Leipziger leisten ihn sich. 70 Pfennig kostete die Kilowattstunde, die Brenndauer einer Glühlampe betrug nur einige Stunden. Schon wenige Jahre nach Inbetriebnahme ist die Kapazität des ersten Elektrizitätswerks, 30.000 Lampen, erschöpft. Werk und Kupferkabelnetz mussten in rascher Folge erweitert werden. Die Betriebe nutzen die Elektrizität zunehmend auch zum Antrieb von Maschinen, Pumpen, Förderbändern und Aufzügen.

1910 ging das zweite Elektrizitätswerk, das „Südwerk“ an der Bornaischen Straße, in Betrieb. Größte Kunden wurden die Leipziger Straßenbahnbetriebe, die bereits 1896 mit der Elektrifizierung begonnen hatten. Sie konnten den wachsenden Strombedarf nicht mehr mit ihren eigenen Elektrizitätsanlagen decken. Ab 1926 stillte das neue unterirdische „unsichtbare Unterwerk Mitte" am Moritzdamm den zunehmenden Stromhunger der Stadt. Immer noch war Strom teuer: Nur das Stadtzentrum, die Messehäuser, öffentliche Gebäude und die wichtigsten Ausfallstrassen wurden in den 1930er Jahren elektrisch beleuchtet. Die letzten gasbetriebenen Straßenlaternen verschwanden erst Ende der 1960er Jahre. 

Während und nach dem 2. Weltkrieg litt auch die Stromversorgung der Messestadt. Abschaltungen und Netzzusammenbrüche waren an der Tagesordnung. Erst 1953 galt Leipzig als „abschaltungsfrei“. Es begann die Phase der Zentralisierung der Energiewirtschaft in der DDR. Leipzig hatte immerhin einen Trumpf in der Hand: die Messen. Die Machthaber förderten den Ausbau der Elektrizitätsversorgung wie sonst nirgendwo. Lichtwerbung und Stadtbeleuchtung sollten das Image der modernen Weltmetropole stärken. Bis 1980 verdoppelte sich der Stromverbrauch alle zehn Jahre. Trotzdem beliefen sich die Kosten für Sanierung und Modernisierung der Leipziger Energieanlagen nach der Wende auf über eine Milliarde Euro.


  
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»Stiller Protest«

Stiller Protest
»Wir sind das Volk« skandierten Hunderttausende während der legendären Leipziger Montagsdemonstrationen im Oktober 1989 und läuteten damit das Ende der DDR ein.

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