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Eva Pilot
 
Liebe Museums-Besucher,

herzlich willkommen im ersten und bislang einzigen Online-Museum Leipzigs! Hier erhalten Sie ebenso unterhaltsame wie informative Einblicke in die jüngere Geschichte Leipzigs. Denn die Exponate dieses Museums kommen von Ihnen, liebe Leipziger. Sie spiegeln unterschiedliche Bereiche des Alltagslebens wider und zeigen aus ganz individuellen Perspektiven die Entwicklungsgeschichte Ihrer Stadt seit 1900. So erhalten Sie auch Antworten auf die Frage: Was verbinden die Menschen mit ihrer Heimat?

Dieses Online-Museum ist kein fertiges Projekt, sondern eine lebende Institution, die täglich wachsen soll. Doch das kann nur gelingen, wenn Sie tatkräftig mithelfen. Ihre Bilder, Filme, Texte und Tondateien sind die Schätze, die den Besuchern dieses Museums neue Blickwinkel auf die Messestadt nahe bringen. Aus Ihren Erinnerungen entsteht ein einmaliges Panorama dieser tollen Stadt.

Daher meine Bitte:
Wenn Sie Bilder, Filme oder Tondateien über das Leipziger Alltagsleben besitzen, dann leihen Sie uns diese Dokumente bitte für einige Wochen. Machen Sie mit und werden Sie Museumsstifter!


Ich wünsche Ihnen viel Freude beim virtuellen Rundgang durch "Heimat Leipzig", dem Museum von Leipzigern für Leipziger.


Collin Scholz,
Geschäftsleitung
Pilot:Projekt GmbH

 
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Das Fest der 100.000

Broschüre zum Sportfest anlässlich des III. Parlaments der Freien Deutschen Jugend in Leipzig, Pfingsten 1949

Stifter: VfB Leipzig

An Pfingsten 1949 tagt das so genannte III. Parlament der FDJ in der Leipziger Kongresshalle und veranstaltet im Bruno-Plache-Stadion ein großes Sportfest mit mehreren zehntausend Sportlerinnen und Sportlern. Die reich bebilderte Broschüre zu dieser Veranstaltung wurde uns als Originaldokument aus dem Jahr 1949 vom 1. FC Lok Leipzig zur Verfügung gestellt.

Auf 24 Seiten zeigen die Autoren zahlreiche großformatige Fotos aus einer Vielzahl sportlicher Disziplinen. Die Massenorganisationen FDJ und FDGB hatten sich bereits am 1. Oktober 1948 in Berlin zu den Trägern und Organisatoren des ostdeutschen Sports erklärt und aus ihrer Mitte den so genannten Deutschen Sportausschuss konstituiert. Die Betriebssportgemeinschaft (BSG) wird mit der Losung "Sportler und Produktionsaktivisten gehören zusammen!" zur Keimzelle sportlicher Aktivitäten in der sowjetischen Besatzungszone. Damit ist klar, dass es ein Wiederaufleben der traditionellen Turn- und Sportvereine im Sozialismus nicht geben wird. Zugleich bestimmen die Mitglieder der FDJ ein mehr als hundertköpfiges Aufgebot zur Teilnahme an den zweiten Weltfestspielen der Jugend im Sommer 1949 in Budapest.

Die Großveranstaltung stellt die Weichen zur politischen Instrumentalisierung des Sports in der künftigen DDR. Losungen wie "Unser Sport dient der Völkerverständigung – Schluss mit der Kriegshetze!" oder "Für ein einiges Deutschland und einen gerechten Frieden" richten sich an die Westmächte und die Bundesrepublik Deutschland. Deren Bekenntnis zur Westbindung wird als antikommunistische Richtungsentscheidung betrachtet. Während durch das Inkrafttreten des Grundgesetzes zum 24. Mai 1949 faktisch die Bundesrepublik aus den Westzonen hervorgegangen war, bezeichnen sich die politischen Institutionen der künftigen DDR selbst noch als "Ostzone". Wilhelm Pieck nimmt die Sportlerumzüge in seiner Funktion als "Präsident des deutschen Volksrates" ab. Vier Monate später, am 7. Oktober 1949, konstituiert sich schließlich die Deutsche Demokratische Republik.

Die Broschüre ist vor allem aufgrund ihrer opulenten Illustrierung ein zeitgeschichtliches Dokument besonderen Ranges. Nur vier Jahre nach der Befreiung vom Faschismus werden Massenformationen einstudiert (beispielsweise zur Bildung eines überdimensionalen Sowjetsterns) und regelrechte Heerscharen von backstein- und hammerschwingenden Arbeitern mit freiem Oberkörper gezeigt, die nicht nur in ihrer massenpsychologischen Funktion, sondern vor allem auch in ihrem visuellen Duktus stark an die Massenveranstaltungen der nationalsozialischen Zeit erinnern.

 

 


  
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