Heimat Leipzig |
    Politik
    Wirtschaft
    Schicksale
    TonBildFilmSport
    Kultur
    Natur
    Architektur
    Technik
    Arbeitsleben
    Mode
    Stadtansichten
Eva Pilot
 
Liebe Museums-Besucher,

herzlich willkommen im ersten und bislang einzigen Online-Museum Leipzigs! Hier erhalten Sie ebenso unterhaltsame wie informative Einblicke in die jüngere Geschichte Leipzigs. Denn die Exponate dieses Museums kommen von Ihnen, liebe Leipziger. Sie spiegeln unterschiedliche Bereiche des Alltagslebens wider und zeigen aus ganz individuellen Perspektiven die Entwicklungsgeschichte Ihrer Stadt seit 1900. So erhalten Sie auch Antworten auf die Frage: Was verbinden die Menschen mit ihrer Heimat?

Dieses Online-Museum ist kein fertiges Projekt, sondern eine lebende Institution, die täglich wachsen soll. Doch das kann nur gelingen, wenn Sie tatkräftig mithelfen. Ihre Bilder, Filme, Texte und Tondateien sind die Schätze, die den Besuchern dieses Museums neue Blickwinkel auf die Messestadt nahe bringen. Aus Ihren Erinnerungen entsteht ein einmaliges Panorama dieser tollen Stadt.

Daher meine Bitte:
Wenn Sie Bilder, Filme oder Tondateien über das Leipziger Alltagsleben besitzen, dann leihen Sie uns diese Dokumente bitte für einige Wochen. Machen Sie mit und werden Sie Museumsstifter!


Ich wünsche Ihnen viel Freude beim virtuellen Rundgang durch "Heimat Leipzig", dem Museum von Leipzigern für Leipziger.


Collin Scholz,
Geschäftsleitung
Pilot:Projekt GmbH

 
 Heimat-Leipzig  »   Schicksale  »   Bild  »   Feierabendheime - 100 Jahre Altenpflege  »  

Feierabendheime - 100 Jahre Altenpflege

1996 beschloss die Volkssolidarität, die größte Wohlfahrtsorganisation Ostdeutschlands, die schon in der DDR eine herausragende Institution im Sozialbereich war, für die beiden Altenpflegeheime „Herbert Thiele“ und „Schachtsches Stift“ einen Ersatz-Neubau zu errichten. Die Sanierung der beiden fast 100 Jahre alten Häuser im Norden Leipzigs hätte mehr gekostet. So entstand in der Demmeringstraße in Leipzig-Lindenau das neue Altenpflegeheim „Sonnenschein“.

Seit wann das Gebäude Nr. 4 auf dem Ziegeleigelände Diesterweg-Fabrikstraße in Eutritzsch als Armenhaus diente, weiß niemand mehr. Um das Jahr 1900 jedenfalls beherbergte es die Ärmsten der Armen, die dort unter menschenunwürdigen Bedingungen hausten. Nur die allernotwendigsten Mittel stellte das Kaiserreich für die „Versorgten“ zur Verfügung, die sonst das öffentliche Stadtbild geschädigt hätten. Der Erste Weltkrieg und die Wirtschaftskrise der Weimarer Republik brachten immer mehr Menschen an den Bettelstab – und ins Versorgtenhaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten Verfolgte des Naziregimes, Umsiedler und Ausgebombte im Heim – kurz Menschen, die alles verloren hatten.

Mit der Gründung der DDR entstand auch ein neuer Name: „Feierabendheim“ nannten die SED-Funktionäre die Armenhäuser, in denen sie vor allem alte Menschen unterbrachten. Nur langsam besserten sich die Lebensbedingungen für die Insassen: Zwei- und Vierbettzimmer mit Ofenheizung, zwei Bäder für 116 Personen, Gaskocher und eine alte Küche waren die ersten Errungenschaften. Der „Arbeiterstaat“ kümmerte sich um seine verdienten, aber armen Arbeiter. Trotzdem waren das Pflegepersonal des Heims und die medizinische Versorgung notorisch unterbesetzt. Versorgungsengpässe waren an der Tagesordnung.

Die Verhältnisse besserten sich seit den 1950er kontinuierlich: Eine staatliche Mindestrente wurde eingeführt, das Personal aufgestockt, die Selbsthilfe der Heimbewohner organisiert, und etliche bauliche Verbesserungen vorgenommen. 1962 erhielt das Feierabendheim Eutritzsch einen neuen Namen: „Herbert-Thiele-Heim“, benannt nach dem kommunistischen Widerstandskämpfer, den die Nazis jahrelang inhaftiert und 1945 im Alter von 33 Jahren in Buchenwald ermordet hatten. Seine Eltern verbrachten ihre letzten Jahre im Eutritzscher Heim.

Kaum eineinhalb Kilometer vom Herbert-Thiele-Feierabendheim durchlebten das Schachtsche Armenstift und seine Bewohner eine ähnlich wechselvolle Geschichte. Der 1858 verstorbene Leipziger Kaufmann Georg Schacht hatte verfügt, dass eine aus seinem Nachlass finanzierte Stiftung armen Bürgern helfen sollte, die in Gohlis geboren waren und hier lebten. Ein erstes Heim errichtete die Stiftung 1863 an der Halleschen Straße.

Mit dem Verkauf des Gebäudes zogen die zwölf „Pfleglinge“ 1904 in ein neu errichtetes Haus in der Werderstraße (heute Corinthstraße) um. Um 1930 wurde die „Fürsorgeanstalt“ der Schachtschen Armenstiftung auf 55, nach dem Zweiten Weltkrieg auf 67 Plätze erweitert. Auch dieses Haus wurde in der DDR zum Feierabendheim, in dem rüstige Rentner ein selbstständiges Leben führen konnten.

105 Mark kostete der Platz in einem Feierabendheim monatlich. Dank kräftiger staatlicher Zuschüsse zum Betrieb der Heime blieb den Bewohnern ein guter Teil ihrer Rente zur freien Verfügung. Auch die DDR kannte schon den Begriff des Pflegeheims – der allerdings einen negativen Beigeschmack hatte, weil in ihnen unter angespannten medizinischen Bedingungen Menschen betreut wurden, die sich nicht mehr selbst versorgen konnten. Die Feierabendheime dagegen waren die „Seniorenresidenzen“ der DDR – wenn auch auf sehr viel bescheidenerem Niveau.

Das Foto entstand um 1930 nach der Erweiterung des Gebäudes. Der alte Teil des Gebäudes an der linken Seite hat Fensterramen mit halbrunden Zierbögen. Beim Neubau rechts bediente man sich einfacher rechteckiger Formen fü die Fenster.

 

Fotocollage vom Altenheim mit Bildern von Leipzig.

Diese Fotografen wurden um 1940 in Leipzig aufgenommen. Die Fotografin Ingeborg W. verbringt heute ihren Lebensabend im Altenheim "Sonnenschein". Normaler Weise hängen die Bilder als Ausstellungsstücke im Wohnbereich IV, in dem Frau W. ihr Appartament hat.

Leipzig, Markt
Reichgerichtsgebäude
Hauptbahnhof
Altes Rathaus
Augustusplats - Opernhaus
Gohliser Schlößchen
Johannapark
Richard Wagner Hain am Palmengarten
Augustusplatz - Krochhochhaus
Markt mit Alter Waage und Siegesdenkmal
Augustusplatz Mendebrunnen und Universität
Zooeingang Kongresshalle
Zoo Leipzig, Elefantengehege

1. Leipzig, Markt
2. Reichgerichtsgebäude
3. Hauptbahnhof
4. Altes Rathaus
5. Augustusplats - Opernhaus
6. Gohliser Schlößchen
7. Johannapark
8. Richard Wagner Hain am Palmengarten
9. Augustusplatz - Krochhochhaus
10. Markt mit Alter Waage und Siegesdenkmal
11. Augustusplatz Mendebrunnen und Universität
12. Zooeingang Kongresshalle
13. Zoo Leipzig, Elefantengehege

Gemeinsames Mittagessen in Speisesaal.
100. Jahre Geburtstag einer Bewohnerin der natürlich gebührend gefeiert wurde!
Dies ist eines grüner Eckchen im Garten, in dem es sich die Bewohner gern gemütlich machten.
Hier ist der 1991 erfolgte Umbau der Küche zu sehen.
Unser Speisesaal, wo täglichdas gemeinsame Mittagessen eingenommen wurde.
Ebenfalls in Speisesaal befand sich ein Klavier, welcher wie von jener Bewohnerin, rege genutzt wurde.
Die rechte Seite des neues Speise- und Kulturraumes.
Sitztgelegenheit und Wartebereich für Gäste im Foyer.

1. Gemeinsames Mittagessen in Speisesaal
2. 100. Jahre Geburtstag einer Bewohnerin der natürlich gebührend gefeiert wurde!
3. Dies ist eines grüner Eckchen im Garten, in dem es sich die Bewohner gern gemütlich machten.
4. Hier ist der 1991 erfolgte Umbau der Küche zu sehen.
5. Unser Speisesaal, wo täglichdas gemeinsame Mittagessen eingenommen wurde.
6. Ebenfalls in Speisesaal befand sich ein Klavier, welcher wie von jener Bewohnerin, rege genutzt wurde.
7. Die rechte Seite des neues Speise- und Kulturraumes.
8. Sitztgelegenheit und Wartebereich für Gäste im Foyer.


  
Geben Sie hier Ihren Suchbegriff ein
#

»URLAUB MIT EISBÄR«

URLAUB MIT EISBÄR
» Der Leipzigerin Karin Eidner
begegnete 1956 auf Rügen ein
Eisbär der besonderen Art. «

Zum Exponat des Monats »