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Eva Pilot
 
Liebe Museums-Besucher,

herzlich willkommen im ersten und bislang einzigen Online-Museum Leipzigs! Hier erhalten Sie ebenso unterhaltsame wie informative Einblicke in die jüngere Geschichte Leipzigs. Denn die Exponate dieses Museums kommen von Ihnen, liebe Leipziger. Sie spiegeln unterschiedliche Bereiche des Alltagslebens wider und zeigen aus ganz individuellen Perspektiven die Entwicklungsgeschichte Ihrer Stadt seit 1900. So erhalten Sie auch Antworten auf die Frage: Was verbinden die Menschen mit ihrer Heimat?

Dieses Online-Museum ist kein fertiges Projekt, sondern eine lebende Institution, die täglich wachsen soll. Doch das kann nur gelingen, wenn Sie tatkräftig mithelfen. Ihre Bilder, Filme, Texte und Tondateien sind die Schätze, die den Besuchern dieses Museums neue Blickwinkel auf die Messestadt nahe bringen. Aus Ihren Erinnerungen entsteht ein einmaliges Panorama dieser tollen Stadt.

Daher meine Bitte:
Wenn Sie Bilder, Filme oder Tondateien über das Leipziger Alltagsleben besitzen, dann leihen Sie uns diese Dokumente bitte für einige Wochen. Machen Sie mit und werden Sie Museumsstifter!


Ich wünsche Ihnen viel Freude beim virtuellen Rundgang durch "Heimat Leipzig", dem Museum von Leipzigern für Leipziger.


Collin Scholz,
Geschäftsleitung
Pilot:Projekt GmbH

 
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Helga Brachmann - Erlebte Geschichte

Helga Brachmanns älteste Tochter flüchtete 1973. Ihr Sohn war Keyboarder der Klaus Renft Combo. 1976 nach Protesten gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann wurde er zusammen mit Gerolf Punnach dem Schriftsteller Jürgen Fuchs verhaftet und am 26. August 1977 nach West-Berlin ausgewiesen. 

Helga Brachmann verfasste mehrere Berichte, in denen sie die Erfahrungen und Gefühle eines Menschen schildert, der als Zeit- und Augenzeuge etliche schöne wie auch schreckliche Begebenheiten der Geschichte hautnah erlebt hat. Lesen Sie, wie Helga Bachmann als Jugendliche Leipzigs schlimmste Bombennacht am 4. Dezember 1943 und das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte. Und sehen Sie, wie sie "Heimat Leipzig" exklusiv von ihrem Leben erzählt.

Ein Blick auf das zerstörte Leipzig in der Nachkriegszeit, Quelle: Altenpflegeheim "Sonnenschein"
Wie ich den 4. Dezember 1943 in Erinnerung habe in Leipzig, Text: Helga Brachmann

Am frühen Morgen des 4. Dezembers 1943 flogen die Alliierten ihren schwersten Luftangriff auf Leipzig. In dem 16 minütigen Bombenhagel starben 1.800 Menschen, 140.000 wurden obdachlos. Zwischen 3.58 Uhr und 4.14 Uhr flogen mehr als 400 britische Bomber mehrere Angriffswellen. Luftminen, Spreng- und Brandbomben entfachten einen Feuersturm. Leipzig brannte drei Tage später immer noch. Ganze Straßenzüge standen in Flammen. Doch die Feuerwehr konnte nichts tun, denn die Hälfte der Löschzüge war nach Berlin geschickt worden.

Die Zerstörung war immens. Über 4.000 Gebäude waren zerstört: Schulen, Krankenhäuser, Kirchen, Theater, Museen, das Hauptgebäude der Universität, das Alte Rathaus, Messehäuser, Verlage, Druckereien. In der Buchstadt Leipzig verbrannten 50 Millionen Bücher. Bis zum Ende des Krieges mussten die Leipziger 38 britische und amerikanische Luftangriffe ertragen.

Am 11. April 1945 überqueren US-Streitkräfte die Saale und marschieren weiter in Richtung Leipzig. Der letzte Widerstand der Wehrmacht besteht aus in aller Eile errichteten Verteidigungswällen. So sollen mit Steinen gefüllte Straßenbahnwagen den Vormarsch der Feinde aufhalten. Außerdem ist man sehr bemüht, belastendes Material verschwinden zu lassen. Die Gestapo verbrennt Akten im Krematorium des Südfriedhofs. Politische Häftlinge werden getötet, KZ Lager aufgelöst und Häftlinge auf Todesmärsche geschickt. Am 18. April nehmen amerikanische Truppen Leipzig ein. Sie werden nur selten von ein wenig Widerstand aufgehalten. Polizeipräsident von Grolman bietet die Übergabe der Stadt an. Doch die Verhandlungen scheitern, da sich Oberst von Poncet mit etwa 300 Soldaten, die ihm die Treue halten, am Völkerschlachtdenkmal verschanzt hat. Erst als nach harten Gefechten ein Geschoss der amerikanischen Artillerie durch ein Fenster in das Innere des Denkmals fliegt, sind die Überlebenden zu Verhandlungen bereit. Oberst von Poncet ergibt sich am frühen Morgen des 20. April.

Der Krieg ist aus! April und Mai 1945 in Leipzig, Text: Helga Brachmann
Der Krieg ist aus! April und Mai 1945 in Leipzig, Text: Helga Brachmann
Der Krieg ist aus! April und Mai 1945 in Leipzig, Text: Helga Brachmann
Der Krieg ist aus! April und Mai 1945 in Leipzig, Text: Helga Brachmann
Der Krieg ist aus! April und Mai 1945 in Leipzig, Text: Helga Brachmann
Der Krieg ist aus! April und Mai 1945 in Leipzig, Text: Helga Brachmann
Der Krieg ist aus! April und Mai 1945 in Leipzig, Text: Helga Brachmann

VIDEO: Helga Brachmann - Erlebte Geschichte


  
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