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Eva Pilot
 
Liebe Museums-Besucher,

herzlich willkommen im ersten und bislang einzigen Online-Museum Leipzigs! Hier erhalten Sie ebenso unterhaltsame wie informative Einblicke in die jüngere Geschichte Leipzigs. Denn die Exponate dieses Museums kommen von Ihnen, liebe Leipziger. Sie spiegeln unterschiedliche Bereiche des Alltagslebens wider und zeigen aus ganz individuellen Perspektiven die Entwicklungsgeschichte Ihrer Stadt seit 1900. So erhalten Sie auch Antworten auf die Frage: Was verbinden die Menschen mit ihrer Heimat?

Dieses Online-Museum ist kein fertiges Projekt, sondern eine lebende Institution, die täglich wachsen soll. Doch das kann nur gelingen, wenn Sie tatkräftig mithelfen. Ihre Bilder, Filme, Texte und Tondateien sind die Schätze, die den Besuchern dieses Museums neue Blickwinkel auf die Messestadt nahe bringen. Aus Ihren Erinnerungen entsteht ein einmaliges Panorama dieser tollen Stadt.

Daher meine Bitte:
Wenn Sie Bilder, Filme oder Tondateien über das Leipziger Alltagsleben besitzen, dann leihen Sie uns diese Dokumente bitte für einige Wochen. Machen Sie mit und werden Sie Museumsstifter!


Ich wünsche Ihnen viel Freude beim virtuellen Rundgang durch "Heimat Leipzig", dem Museum von Leipzigern für Leipziger.


Collin Scholz,
Geschäftsleitung
Pilot:Projekt GmbH

 
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Evangelischer Kirchentag 1997 - Auf dem Weg der Gerechtigkeit ist Leben

Rainer Meusel, damaliger Kirchentagspräsident, musste als Jugendlicher selbst in einer Nacht und Nebel Aktion die DDR verlassen, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen. Er war sehr optimistisch, dass die Kirchentage ein Chance für den Dialog werden würden. Dem Rheinischen Merkur sagte er: "Eine Gelegenheit zum unmittelbaren Austausch zwischen Ost und West hat es in dieser Größenordnung seit den Tagen des Mauerfalls noch nicht gegeben. Heute scheint es manchem, als lebte die jeweils andere Seite in einem fernen Land. Zu entdecken, wie nah wir einander sind, ohne zu verschweigen was uns trennt – dazu lädt der Kirchentag ein."

 Wie bei jeder Großveranstaltung waren sich die Organisatoren nicht immer einig, ob alles glatt laufen würde. Besondere Zweifel hegte man im Vorfeld, ob der Leipziger Hauptbahnhof dem Ansturm stand hielte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Umbauarbeiten in vollem Gange. Überall gab es Sperrungen von Treppen, Zugängen und Hallen. Alternative Wege waren mit Hilfe von Holzplanken gelegt worden.

 Organisationschef Heinz Steege war damals überzeugt: "Die Bahnhofsleute begreifen offenbar noch immer nicht, was auf die zukommt." Er rechnete damit, dass während des ersten Nachmittags innerhalb weniger Stunden etwa 40.000 Kirchtags-Gäste mit regulären und Sonderzügen anreisen würden. Doch die Verantwortlichen des Bahnhofumbaus sahen der Situation gelassen entgegen. "Wir sind gut vorbereitet", erklärte Helmut Balles von der Bahnhofs-Management- und Entwicklungs-Gesellschaft damals der Leipziger Volkszeitung.

 
Tatsächlich war das Bahnhofsgebäude nicht das größte Problem. In der Regel fanden die Anreisenden Gäste schnell den Weg nach draußen. Doch vor dem Bahnhof kamen die Fahrer der Straßenbahnen ins Schwitzen. Die Massen, die die vielen Züge oft zeitgleich ausspuckten, drängten sich über die Gleise und hinderten die Bahnen oft minutenlang an der Weiterfahrt.

 Auch während der Kirchentage war die S-Bahn-Haltestelle mit dem Bahnhof ein Nadelöhr. Denn von hier aus fuhren die Kirchentags-Gäste zum alten und neuen Messegelände, wo die meisten Aktivitäten statt fanden. Angesichts morgendlicher massiv überfüllter Straßenbahnen und einem dichten Gedränge im Bahnhof, hörte man schon den einen oder anderen Leipziger stöhnen: "Hoffentlich ist der Spuk bald wieder vorbei."

Auf dem neuen Messegelände präsentierten sich fast 700 Gruppen und Initiativen. Manchmal fragte man sich anfangs, ob die Gegenüberstellung von Interessensgruppen mit Absicht so geplant worden ist. So waren neben dem Stand der Atomkraft-Gegner aus Gorleben und Bremen die Bereiche der Atom-Befürworter von Siemens und den Energieversorgungsunternehmen platziert. An einer anderen Stelle standen sich Bundeswehr-feindliche Friedensgruppen und die Militärpfarrer gegenüber. Im Laufe der Veranstaltung erwiesen sich diese Konstellationen allerdings als eine Quelle angeregter und fairer Diskussionen.

Die Statistik zeigt: während der Kirchentage wuchs die Bevölkerung von Leipzig fast um ein Viertel der eigentlichen Einwohnerzahl. Zu den etwa 100.000 Teilnehmer des Kirchentages kamen Donnerstag und Freitag 5.000 Tagesbesucher hinzu, am Samstag waren es sogar über 12.000. Unter ihnen waren an die 4.000 ausländische Gäste aus 71 Ländern. Sie reisten unter anderem in 840 Bussen und 25 Sonderzügen an. Die Hälfte der Dauergäste war in 325 Schulen in und um Leipzig untergebracht.

 


  
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