Heimat Leipzig |
    Politik
    Wirtschaft
    Schicksale
    Sport
    Kultur
    Natur
    Architektur
    Technik
    Arbeitsleben
    TonBildFilmMode
    Stadtansichten
Eva Pilot
 
Liebe Museums-Besucher,

herzlich willkommen im ersten und bislang einzigen Online-Museum Leipzigs! Hier erhalten Sie ebenso unterhaltsame wie informative Einblicke in die jüngere Geschichte Leipzigs. Denn die Exponate dieses Museums kommen von Ihnen, liebe Leipziger. Sie spiegeln unterschiedliche Bereiche des Alltagslebens wider und zeigen aus ganz individuellen Perspektiven die Entwicklungsgeschichte Ihrer Stadt seit 1900. So erhalten Sie auch Antworten auf die Frage: Was verbinden die Menschen mit ihrer Heimat?

Dieses Online-Museum ist kein fertiges Projekt, sondern eine lebende Institution, die täglich wachsen soll. Doch das kann nur gelingen, wenn Sie tatkräftig mithelfen. Ihre Bilder, Filme, Texte und Tondateien sind die Schätze, die den Besuchern dieses Museums neue Blickwinkel auf die Messestadt nahe bringen. Aus Ihren Erinnerungen entsteht ein einmaliges Panorama dieser tollen Stadt.

Daher meine Bitte:
Wenn Sie Bilder, Filme oder Tondateien über das Leipziger Alltagsleben besitzen, dann leihen Sie uns diese Dokumente bitte für einige Wochen. Machen Sie mit und werden Sie Museumsstifter!


Ich wünsche Ihnen viel Freude beim virtuellen Rundgang durch "Heimat Leipzig", dem Museum von Leipzigern für Leipziger.


Collin Scholz,
Geschäftsleitung
Pilot:Projekt GmbH

 
 Heimat-Leipzig  »   Arbeitsleben  »   Bild  »   Orden in der DDR  »  

Orden in der DDR

Die Medaille für den "Aktivisten der sozialistischen Arbeit" ist ein perfektes Beispiel für die Motivation von Mitarbeitern in den Volkseigenen BEtrieben. Sie folgte auf die Ehrung "Aktivist des Fünfjahrplans", die 1951 bis 1960 verliehen wurde. Unter einem Aktivisten verstand man in der DDR einen Werktätigen, der seine Arbeitsergebnisse deutlich über das verlangte Maß hinaus steigerte. Dazu gehörten besondere Leistungen:

 

  • bei der Übererfüllung des Volkswirtschaftsplans,
  • im sozialistischen Wettbewerb,
  • in Wissenschaft und Technik,
  • bei der Verbesserung der Arbeitsorganisation und
  • bei der Durchsetzung neuer Arbeitsmethoden.

 

Wie vieles in der DDR entstammt die Idee sowjetischen Stachanow-Bewegung. Mit ihr sollten die Werktätigen im Sozialismus ein neues Bewusstsein entwickeln: Arbeit bedeutet, dies sozialistische Wirtschaft zu stärken.

Der Bergarbeiter Adolf Hennecke wurde als erster offizieller Aktivist geehrt. Der Anlass: seine Initiative zu möglicher Mehrleistung, obwohl die Norm dies gar nicht verlangte.

Die Ehrung zum Aktivisten der sozialistischen Arbeit wurde in der DDR nicht ganz so einheitlich bewertet und wahrgenommen, wie es sich die Machthaber vorstellten.

 

Die Auszeichnung wurde sehr oft verteilt, einige sprachen sogar von einer inflationären Verteilung. Vor allem in den 80er Jahren versuchte man so, die breite Zustimmung der Werktätigen zu dem Staatssystem zu sichern: alleine 1988 wurden 4.441 Orden für Verdiente Aktivisten und Orden 284.166 für Aktivisten vergeben. Dennoch darf man nicht unterschätzen, dass es sich wirklich sehr oft um überdurchschnittliche Leistungen handelte, die durchaus Hochachtung verdiente.

 

Staatlicher Orden: Aktivist der Sozialistischen Arbeit
Staatlicher Orden: Aktivist der Sozialistischen Arbeit-Rückseite
Staatlicher Orden: Aktivist der Sozialistischen Arbeit-Spange für die 2.Verleihung des Ordens
Nationale Front,Ehrenzeichen für vorbildliche Nachbarschaftshilfe
Nationale Front,Ehrenzeichen für vorbildliche Nachbarschaftshilfe - Rückseite
Medalle für freue Pflichterfüllung in der Zivilverteidigung der DDR (80er Jahre)
Nationale Front,Ehrenzeichen für vorbildliche Nachbarschaftshilfe - Rückseite
Medalle für freue Pflichterfüllung in der Zivilverteidigung der DDR (80er Jahre)-Rückseite
Staatlicher Orden: Kollektiv der Sozialistischen Arbeit
Staatlicher Orden: Kollektiv der Sozialistischen Arbeit - Rückseite

Orden konnte man schon als Kind bekommen. Sie sahen meisten aus wie die Abzeichen für Erwachsene – nur ein wenig kleiner. Die Ehrungen bezogen sich in der Regel auf besondere Leistungen im schulischen und gesellschaftlichen Bereich. Vor allem die schulischen Orden dienten der Erziehung des Nachwuchses im Sinne der sozialistischen Ideologie. Die Kinder-Orden waren:

  • Abzeichen „Für gute Arbeit in der Schule“
  • Thälmannabzeichen
  • Abzeichen „Für gutes Wissen“
  • Goldene Eins
  • Brandschutz-Eins
  • Abzeichen „Junger Tourist“
  • Kindersportabzeichen und Jugendsportabzeichen

 

Bei so vielen Orden, wie es das System der DDR entwickelte, war es natürlich unerlässlich, dass auch das Tragen der Orden strengstens geregelt wurde. Dazu wurde 1978 eine Verordnung erlassen. Hier ein Auszug:

 

"Verordnung

über das Tragen der Ehrenzeichen zu staatlichen Auszeichnungen vom 1 9. April 1 978,

1 978, Sonderdruck Nr. 952 des Gesetzblattes der DDR

Für das Tragen der Ehrenzeichen zu staatlichen Auszeichnungen gemäß §3 Abs. 5 des Gesetzes vom 7. April 1977

über die Stiftung und Verleihung staatlicher Auszeichnungen (GBI. I Nr. 10 S. 106) wird folgendes verordnet:

 

§ 1

(1) Ehrenzeichen (Orden und Medaillen) zu staatlichen Auszeichnungen werden in der Regel an einer Spange

getragen. Zu dem Ehrenzeichen kann eine Interimsspange gehören. Trifft das nicht zu, so ist die Spange zum

Ehrenzeichen zugleich Interimsspange.

(2) Ehrenzeichen werden an Staatsfeiertagen und an Ehrentagen der jeweiligen Bereiche getragen. Zu besonderen

Anlässen ist das Tragen der Ehrenzeichen im einzelnen festzulegen.

(3) Mehrfach Ausgezeichnete sind berechtigt, nur das Ehrenzeichen der höchsten ihnen verliehenen staatlichen

Auszeichnung zu tragen.

(4) Die Interimsspangen können ständig getragen werden."

 


  
Geben Sie hier Ihren Suchbegriff ein
#

»URLAUB MIT EISBÄR«

URLAUB MIT EISBÄR
» Der Leipzigerin Karin Eidner
begegnete 1956 auf Rügen ein
Eisbär der besonderen Art. «

Zum Exponat des Monats »